Springer Verlag nimmt Bildungsauftrag ernst

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe! Bild.de ist auf dem iPad nicht mehr zu erreichen, sondern nur noch über die kostenpflichtige App verfügbar.Schockiert? Ist das Leben jetzt sinnlos? Nein? Auch gut ;-)

Mit der Sperre der bild.de-Inhalte für das iPad hat der Springer-Verlag ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen dafür, dass sie der Meinung sind, dass Leute, die Appleprodukte kaufen, sich auch von jeder anderen Firma verarschen lassen. Mit jedem anderen Gerät kann sich jeder kostenlos den Bild-Inhalten aussetzen, nur mit dem iPad nicht. Da kann man Geld nämlich direkt von den Nutzern kassieren. Mal sehen, ob das die iPad-Nutzer wirklich mit sich machen lassen. Aber man muss auch den Einsatz für die Volksbildung würdigen. Mit dieser Entscheidung werden viele Zufallsaufrufe der Bildseiten effektiv verhindert werden. Dafür gebührt Diekmann mein aufrichtiger Dank. Ich hoffe nur, dass sie den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und bald auch alle anderen Endgeräte aussperren.

Ich selbst bin auch gelegentlich auf bild.de - weil Google News mir irgendeine Schlagzeile dort anbietet und ich reflexartig geklickt habe, bevor ich sehe, dass es sich nicht um Nachrichten, sondern um ein Machwerk des Springerkonzerns handelt. Schon lange wünsche ich mir eine Möglichkeit, bei Google News bestimmte Nachrichtenquellen ausschliessen zu können. Dann müsste man nicht immer bild.de und welt.de und so weiter lesen. Dass das iPad jetzt zumindest vor bild.de schützt, ist schon fast ein Kaufargument.

Aber nur fast.