Dystopische(?) Kunst

Ich habe gerade bei deviantart ein - wie ich meine - tolles Bild gefunden:
Worth enough? by *radoxist on deviantART

Was mich daran beeindruckt hat, ist, dass es nicht nur eine Hochglanz-Science Fiction-Welt zeigt oder nur eine heruntergekommene Zivilisation, sondern den Gegensatz zwischen Arm und Reich und die sich immer weiter öffnende Schere konsequent weiterdenkt. Aber, wenn man das Bild genauer ansieht, dann merkt man, dass zwar das technologische Niveau zwischen den Armen im Vordergrund und den Reichen im Bildhintergrund sehr unterschiedlich ist, dass aber das "arme" Dorf nicht unglücklich wirkt, sondern eher idyllisch.

Ich bin mir relativ sicher, dass der Künstler sein Bild anders interpretiert haben möchte, schließlich nennt er es auch "Worth enough?", aber mir ist egal, was der Künstler wollte, ich will nur erzählen, was ich mir dabei gedacht habe ;-).

Mir gefällt an dem Bild, dass es dem Betrachter die Möglichkeit lässt, zu entscheiden, wo er sein möchte und die Seite, die im ersten Augenblick nach Verliererseite aussieht, vielleicht doch nicht so schlecht ist, sondern sogar mehr Zufriedenheit bieten könnte, als die hochtechnologisierte und sterile High-Tech-Welt.

Keine Sorge - ich fang jetzt nicht an, von der "guten, alten Zeit" zu faseln. Ich glaube vielmehr, dass eine gewisse Naturverbundenheit und Einfachheit kein Gegensatz zum modernen, urbanen Lebensstil sein muss, sondern sich die beiden scheinbaren Gegensätze sehr gut ergänzen.

So und jetzt hoffe ich, dass ich mir nächstes Jahr wieder Bienen zulegen kann, denn ich liebe es, nach einem Tag am Computer abends neben dem Bienenstock zu sitzen und den Bienen zuzusehen...