Kommt es nur mir so vor? Jedenfalls scheint in letzter Zeit überall jeder was über “molekulare Küche” zu erzählen. Das ganze klingt ganz spannend, aber leider bekommt man die nötigen Zutaten scheinbar nur schwer (oder in grossen Mengen, also nicht gerade toll zum ausprobieren).
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Am letzten Sonntag habe ich an einem Insektenkochkurs teilgenommen. Den Gutschein dafür hab ich zum Geburtstag bekommen (und ich hab mir das auch gewünscht) – vielen Dank nochmal!
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Die Mühlen der Behörden mahlen bekanntermaßen langsam. Der Vorschlag, die gefährlichen und durch tierische Hinterlassenschaften die Strassen verschmutzenden Kutschen in New Yorks Strassen durch Tin Lizzies zu ersetzen, ist aber nicht in einem verstaubten Aktenstapel gefunden worden, sondern ein aktueller Vorschlag des Stadtverordneten Daniel Garodnick.
Garodnik ist seiner Zeit auch nicht auffällig hinterher; er bezieht sich natürlich auf die Kutschen für Touristen, die in New York unterwegs sind.
Es lohnt sich doch immer wieder, das Schlusslicht der Tagesschau zu lesen. Den ganzen Artikel gibt es hier.
Handys haben bekanntermassen eine recht kurze Nutzungsdauer von im Schnitt 18-24 Monaten (und hier eine gefühlte Nutzungsdauer von einem knappen Jahr) – und das führt nicht nur dazu, dass sich in jedem durchschnittlichen Haushalt Berge von funktionierenden, alten Mobiltelefonen anhäufen, sondern auch Schränke voll mit Ladegeräten. Der Vorschlag der OMTP (Open Mobile Terminal Platform) diese Ladegeräte zu vereinheitlichen ist jetzt auch schon etwas älter, aber obwohl da die Großen der Branche wie Nokia, SonyEriccson, etc. dabei sind, hat sich hierzulande nicht viel getan.
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Vielleicht ist Zensur ja doch nicht so schlecht
….
Wie allseits bekannt sein dürfte hat sich die Deutsche Bahn, damals noch “Reichsbahn” genannt, mit dem Transport von Millionen Opfern in die Konzentrationslager in Nazi-Deutschland eine goldene Nase verdient.
60 Jahre später sollte das Unternehmen zu seiner historischen Schuld stehen können – sollte man meinen. Aber nur gegen starke Widerstände durch Bahnchef Mehdorn konnte eine Ausstellung unter dem Titel “Sonderzüge in den Tod” durchgeführt werden, die sich mit diesem finsteren Kapitel des Unternehmens befasst.
Aber Mehdorn gibt nicht auf: ein Sonderzug zum Thema, der “Zug der Erinnerung” wird nach Aussagen der Initiatoren massiv behindert. So verlangt die Bahn (die Leitung der Bahn, wohlgemerkt – die Mitarbeiter vor Ort investieren teilweise sehr viel Energie in das Projekt) von dem Gedenkzug bei jeder sich bietenden Gelegenheit Geld für Strom, Trassengebühren, Stationspreisen, etc. Alleine für die Benutzung von Stromkabeln(!) an vier Tagen in Mannheim wurden 300€ berechnet. Die Kosten für die Schienennutzung werden sich nach Schätzungen der Initiatoren auf 50 000 – 80 000€ belaufen. Die gesamten Kosten für den Gedenkzug, der am 8. Mai sein Ziel, Auschwitz, erreichen soll, werden vorraussichtlich ca. eine halbe Million € betragen.
Scheinbar sind alle Bekenntnisse zur historischen Verantwortung der Bahn reine Lippenbekenntnisse. Sonst würde man eventuell dem Vorschlag entsprechen, dem Gedenkzug eine Spende in Höhe der Kosten zukommen zu lassen. Aber offenbar ist sich Mehdorn nicht dafür zu schade, schon wieder mit Deportationszögen Geld zu verdienen. Widerlich.
Zu Weihnachten habe ich von meiner Frau das Buch “Die Kunst des Penetration Testing” bekommen – eine Rezension gibt es, sobald ich das Buch durchgearbeitet habe. Jedenfalls fing das Buch auf Seite 33(!) an. Die ersten Seiten fehlten, offenbar war beim Verlag ein Fehler passiert. Amazon hat nach Reklamation auch gleich ein anderes Exemplar geliefert. Zwar wieder – wie auch beim ersten Mal – ein Softcover, statt der versprochenen gebundenen Ausgabe, diesmal aber immerhin mit allen Seiten.
Jetzt will Amazon natürlich das erste Buch zurück – klar. Aber einen Rücksendeaufkleber sucht man in der Ersatzlieferung vergeblich. Also haben wir heute mit Amazon telefoniert. Und was wollen die? Richtig: wir sollen das Porto auslegen. Das Geld würde umgehed zurücküberwiesen werden.
Das kommt aber gar nicht in Frage: in letzter Zeit bricht Amazon jedes gegebene Versprechen. Erst schicken sie zweimal ein Softcover als Hardcover (und zum Preis der gebundenen Ausgabe), dann versprechen sie die Lieferung des EeePC pünktlich zum Erscheinungstermin, später dann aber erst zum 20.3.(!) und die CD, die ich mit dem EeePC zusammen bestellt habe und ausdrücklich um gemeinsamen Versand gebeten habe, die wird natürlich getrennt verschickt.
Ich habe der Dame an der Hotline erklärt, dass Amazon viele Möglichkeiten hat, das fehlerhafte Buch zu bekommen: sie können es sich unfrei zuschicken lassen (unfreie Sendungen werden von Amazon aber nicht angenommen), einen Rücksendeaufkleber schicken (das macht Amazon grundsätzlich nicht), das Buch abholen (wegen eines Buches beauftragen die verständlicherweise aber keine Spedition) oder uns das Porto vorab überweisen oder auch als Warengutschein zukommen lassen (das machen sie natürlich auch nicht). Alternativ könnte Amazon auch zustimmen, dass wir das defekte Buch einfach selbst entsorgen (wir würden sogar ein “Beweisfoto” für Amazon machen), aber das kommt alles nicht in Frage.
Jetzt hat mir die Frau angedroht, dass wir dann von der Payment-Abteilung hören würden, wenn wir nicht nach deren Spielregeln tanzen. Ich zittere schon vor Angst.
Seit Jahren stehen ja die Lego Mindstorms-Kästen auf meinen Wunschzetteln. Leider fand sich bisher niemand, der mir diesen Wunsch erfüllt hätte. Auf dem vergangenen 24C3 hat die C-Base-Crew ein Lego Sumo Turnier veranstaltet.
Das Ziel bei diesem Wettbewerb war es, die gegnerischen Roboter vom Tisch zu stossen und nicht selbst vom Tisch zu fallen.
Gerade noch rechtzeitig habe ich das mitbekommen und war dann natürlich nicht mehr zu bremsen. In den verbliebenen Stunden habe ich mit Struppis Hilfe einen simplen Roboter mit noch simplerer Programmierung zusammengebastelt. Natürlich hatten wir auch eine “Geheimwaffe”, eine Auffahrrampe aus drehbar gelagerten Stangen. Diese sollte helfen, die Bodenhaftung der Gegner zu reduzieren, um sie dann leichter vom Tisch schieben zu können.
Dann ging es also los. Kaum hatten wir die Batterien gewechselt, schon war die Firmware des RCX (So heisst der Lego-Controller) wieder gelöscht. Also nochmal programmieren, während schon die ersten Wettkämpfe liefen. Und dann der grosse Moment. Das erste Duell. Würde die Geheimwaffe funktionieren? Haben wir genug Bodenhaftung um den riesigen Gegner wegzuschieben?
Und los! Dumbo 2.0, so hatten wir den Roboter aufgrund seiner eher dummen Programmierung getauft, fährt geradeaus, am Gegner vorbei und über die Tischkante hinweg, um dann am Boden zu zerschellen. Normalerweise werden die Roboter aufgefangen, aber mit diesem Absturz hatte niemand gerechnet. Nachdem wir die Teile wieder eingesammelt hatten, ging es an die fieberhafte Fehlersuche. Die Firmware und unser Programm war schon wieder weg. Wie sich herausstellte, verlor der RCX mit den Wettkampfbatterien schon bei kleineren Erschütterung seine Programmierung und fuhr dann stur geradeaus. Glücklicherweise konnten uns die Veranstalter einen anderen RCX zu Verfügung stellen. Also schnell umgebaut, neu programmiert und der nächste Wettkampf. Diesmal standen genug Helfer bereit, für den Fall, das wir es immer noch nicht geschafft hätten, den Roboter zu programmieren. Aber diesmal lief alles wie am Schnürchen. Und auch die Geheimwaffe funktionierte genau, wie wir es gehofft hatten. Alle weiteren Wettkämpfe, einschließlich des Finales, gewann Dumbo 2.0 dann. Das Grinsen auf meinem Gesicht wurde immer breiter, und als ich dann sogar den Roboter, der aus C-Base eigenen Teilen zusammengebaut war als Preis bekam, war der Tag gerettet
Vielen Dank nochmal an das C-Base-Team, das mir diese Riesenfreude bereitet hat!
Bilder gibt es übrigens bei Flickr.
Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft: ich war auf dem 24C3, dem Kongress des CCC. Neben vielen guten Vorträgen, kurzen Nächten und viel Club Mate gab es auch ein paar Bausätze. Unter anderem eine stärkere Version von TV-B-Gone. Den musste ich natürlich haben
Also schnell die simple Schaltung zusammengelötet und los geht’s. Direkt gegenüber war der weltweit größte MediaMarkt. Das perfekte Versuchskaninchen. Und siehe da: TV-B-Gone funktioniert tadellos. Es ist schon lustig, wenn plötzlich ganze Regale mit Fernsehern ausgehen. Und es gehen wirklich fast alle Fernseher aus. Die fehlenden werden bestimmt mit dem nächsten Firmwareupdate auch erfasst werden.
Damit wäre für mich der MediaMarkt abgehakt gewesen. Aber plötzlich tauchte ein Schild im Kongressgebäude auf, welches Nutzern von TV-B-Gone Hausverbot androhten – prompt gefolgt von einer Strichliste im Eingangsbereich des bcc. Wenn die Krieg wollen… könen sie haben… Naja, ich bin dann nochmal in den MediaMarkt gegangen und habe alle Fernseher, die ich gefunden habe abgeschaltet. Nach 12 Minuten(!) kam dann ein Mitarbeiter auf mich zu und ich habe tatsächlich Hausverbot für ein Jahr in allen Media- und Saturnmärkten bekommen. Aber nicht einmal zu diesem Zeitpunkt haben die Leute verstanden, womit wir die Fernseher ausschalten. Ich trug zu diesem Zeitpunkt ein Sputnik-Tag, das recht auffällig vor sich her blinkte. Der Ladendetektiv, oder wer auch immer das war, forderte mich deshalb auch auf, das Tag abzudecken
Auf dem Weg zum Büro konnte ich so mit dem TV-B-Gone in der Hand noch fünf weitere Fernseher ausschalten.
Auch sonst scheint technischer Sachverstand im MediaMarkt rar gesät zu sein: die verwendeten WLAN-Router nutzten Gerüchten zufolge das Standartpasswort – dieses Problem wurde mittlerweile von freiwilligen Helfern “gelöst”.
Am meisten schien den Detektiv zu örgern, dass ich mich mit den Worten “Dann sehen wir uns ja zum nächsten Kongress” verabschiedet habe. Ich freu mich schon drauf
P.S. Wen’s interessiert: Ich war Nummer 13 auf der Strichliste. Den Endstand kenne ich leider nicht.
Ich seh mir gerne mal bei Youtube Videos von Leuten an, die mit einfachen Mitteln coole Sachen (z.B. Lautsprecher aus alten Festplatten) zustande bringen.
Und heute bin ich auf Household Hackers gestossen. Zuerst habe ich die Anleitung gesehen, bei der aus einem Papierteller, etwas Alufolie, Klebestreifen und einer Münze ein Lautsprecher gebaut wird. Und schon da habe ich mich gefragt, wie das gehen soll. Zum einen wird in der Anleitung nur eine Leitung angeschlossen. Und zum anderen war nicht wirklich klar, woher die Bewegung kommen soll. Ich habe kurz überlegt, ob das ganze über Wärme am Kontaktwiderstand (die Münze liegt auf der Alufolie) funktionieren soll, aber das dürfte nur für wirklich niedrige Frequenzen funktionieren (und nur bei richtig hohen Strömen) – nicht umsonst setzt man das Hitzdrahtamperemeter für Wechselstrom ein. Aber spätestens als ich auch noch die anderen Anleitungen angesehen habe, z.B. das iPod-Ladegerät aus einer Zwiebel und irgend einem Sportgetränk, oder das Handy-Abhörgerät aus einer Schüssel, einer Fernbedienung (mit einer kurzgeschlossenen Batterie) und einem Mikrofon, war klar, dass diese Anleitungen nicht funktionieren können.
Den Kommentaren zufolge gibt es leider Leute, die die beschriebenen Bauanleitungen nachvollziehen. Ich würde zwar kein Geld für Versuche investieren, bei denen ich nicht einmal ansatzweise verstanden habe, wie sie funktionieren sollen (und das wird an keiner Stelle erwähnt), aber was ich wirklich nicht verstehe ist, warum jemand die Energie aufwendet, solche Videos zu produzieren, eine Homepage einzurichten und sogar gelegentlich “Support” zu leisten… ich habe auf der Seite jedenfalls keinen Hinweis gefunden, dass es sich um Scherze handelt – und auch die Videos sind zwar etwas trashig, aber humorfrei gedreht. Ich verstehe also irgendwie den Witz an der Sache nicht….








