Der Papst hat einen Brief geschrieben.
Darin gesteht er angeblich Fehler ein. Naja, eigentlich bedauert er “Eine für mich nicht vorhersehbare Panne” und in schönster Passivkonstruktion, “daß Grenze und Reichweite der Maßnahme vom 21. 1. 2009 bei der Veröffentlichung des Vorgangs nicht klar genug dargestellt worden sind” – der arme Papst, da gibt er sich soviel Mühe die rückwärtsgewandte Piusbruderschaft heim in den Schoß der Kirche zu holen – und dann verpatzt das einer seiner Mitarbeiter.
Ach wären doch nur alle so unfehlbar wie der Papst…
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Die Mühlen der Behörden mahlen bekanntermaßen langsam. Der Vorschlag, die gefährlichen und durch tierische Hinterlassenschaften die Strassen verschmutzenden Kutschen in New Yorks Strassen durch Tin Lizzies zu ersetzen, ist aber nicht in einem verstaubten Aktenstapel gefunden worden, sondern ein aktueller Vorschlag des Stadtverordneten Daniel Garodnick.
Garodnik ist seiner Zeit auch nicht auffällig hinterher; er bezieht sich natürlich auf die Kutschen für Touristen, die in New York unterwegs sind.
Es lohnt sich doch immer wieder, das Schlusslicht der Tagesschau zu lesen. Den ganzen Artikel gibt es hier.

 

Handys haben bekanntermassen eine recht kurze Nutzungsdauer von im Schnitt 18-24 Monaten (und hier eine gefühlte Nutzungsdauer von einem knappen Jahr) – und das führt nicht nur dazu, dass sich in jedem durchschnittlichen Haushalt Berge von funktionierenden, alten Mobiltelefonen anhäufen, sondern auch Schränke voll mit Ladegeräten. Der Vorschlag der OMTP (Open Mobile Terminal Platform) diese Ladegeräte zu vereinheitlichen ist jetzt auch schon etwas älter, aber obwohl da die Großen der Branche wie Nokia, SonyEriccson, etc. dabei sind, hat sich hierzulande nicht viel getan.
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Vor ein paar Wochen hab ich mir ein neues Spielzeug geholt: ein LG X110 (ohne UMTS), aber leider zickt die WLAN-Karte unter Linux rum und ich hatte keine Lust, da jetzt rumzubasteln.
Weil ich aber doch mal wieder eine kleine PHP Applikation schreiben wollte, hab ich mir XAMPP (für Windows) mal genauer angesehen. Dabei handelt es sich um ein Paket, das Apache, MySQL, Perl, PHP und noch ein paar nette Kleinigkeiten enthält, und das sich einfach installieren lässt.
Ich muss sagen: schneller war eine Entwicklungsumgebung noch nie aufgesetzt. Dank übersichtlicher Konsole sind die einzelnen Dienste schnell gestartet, ohne lange in Konfigurationsdateien rumwühlen zu müsen.
Produktiv würde ich das natÃürlich nicht so out-of-the-box einsetzen wollen, aber wer Windows-Systeme als Weberver für den Produktivbetrieb einsetzen will, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen ;-)

Auf ein Problem bin ich dann aber doch gestossen: Apache wollte kommentarlos nicht starten. Auch in den Logfiles war nichts zu finden. Der Aufruf des Batch-Files auf der Kommandozeile hat mich dann auf die richtige Spur gebracht. Apache konnte sich nicht an Port 80 binden.
Welche Software tut alles, um Löcher in Firewalls zu bohren und schnappt sich dafür jeden unverdächtigen Port, den es kriegen kann? Richtig: Skype war der Übeltäter! Also: Skype beenden, Apache starten, Skype wieder starten, glücklich sein.

Als Editor habe ich Notepad++ eingesetzt, und der erste Eindruck ist gut, aber ich muss damit noch ein bisschen rumspielen, bevor ich ein endgültiges Urteil fällen will.

 

Heute vor 200 Jahren wurde der große Naturforscher Charles Darwin geboren. Ihm verdanken wir die Evolutionstheorie und damit die Erklärung, wie die Komplexität des Lebens in die Welt kam, ohne dass es eines Schöpfers (der – auch wenn das immer wieder behauptet wird – auch nichts erklärt) bedurfte.

Leider verschliessen auch knapp 150 Jahre nach der Veröffentlichung von “Die Entstehung der Arten” immer noch viele Menschen – gerade auch in den USA – ihre Augen vor der Eleganz der Evolutionstheorie. Laut eines Artikels bei der Tagesschau ist nur ein gutes Viertel der US-Amerikaner überzeugt, dass Darwin im Wesentlichen Recht hatte.
Die gerade laufende Umfrage zu dem Thema sieht mit zur Zeit 84,7% “Darwin-Gläubigen” unter den Tagesschau.de-Nutzern erfreulicher aus. Ich fürchte nur, dass Tagesschau-Leser nicht wirklich representativ sind.

Ich kann nur hoffen, dass die Kreationisten (und ihre “Intelligent Design”-Kollegen) irgendwann einmal aufwachen und in einem lichten Moment erkennen, dass das was sie glauben offensichtlicher Humbug ist.

Seltsamerweise habe ich vorhin gesehen, dass eine evangelische Begegnungsstätte in Darmstadt eine Vortragsreihe zur Evolution gestartet hat. Geben die auf? Sehen die ein, dass Gott eine sinnlose Hypothese ist? Ich glaube irgendwie nicht recht daran, aber mir ist vollkommen unklar, wie jemand Theismus und Evolutionstheorie unter einen Hut bekommen will…. ich werde da bei Gelegenheit einmal hingehen und nachfragen.

 

Wie heute bekannt wurde, wurde die Homepage von Wolfgang Schäuble “gehackt”. Es scheint als ob der Angreifer sich eine veraltete Typo3 Version zunutze machen konnte.

Leider ist der vom Angreifer hinterlassene, sehr wichtige Link auf den AK Vorratsdatenspeicherung: www.vorratsdatenspeicherung.de wieder entfernt worden. Das hat die Webseite doch bedeutend aufgewertet.

Nur zur Erinnerung: Der AK Vorratsdatenspeicherung versucht den wildgewordenen Innenminister davon abzuhalten unser Grundgesetz systematisch zu demontieren und unsere Bürger- und Menschenrechte abzuschaffen.

 

Teile der CDU fordern ein Bekenntnis zur deutschen Sprache im Grundgesetz. Und ich dachte schon, die lassen sich von Klimaerwärmung, Finanzkrise, Kriegen und Co von den wirklich wichtigen Dingen abhalten.

Dabei ist offensichlich: Ohne klares Commitment zur deutschen Sprache als Teil unserer Corporate Identity als unique selling proposition haben wir keine Chance im gegenwärtigen globalen competitive environment.  Cultural Compliance ist ohne Zweifel ein key success factor. Underachievement in diesem Bereich wird zu einem massiven downswing führen, und die competitiveness unserer domestic businesses nachhaltig schwächen.

Es gibt nur eine Lösung: Ein “German Language Protection Act”!

Aber sonst haben die keine Probleme?

 

Vielleicht ist Zensur ja doch nicht so schlecht ;-) ….

 

Wie allseits bekannt sein dürfte hat sich die Deutsche Bahn, damals noch “Reichsbahn” genannt, mit dem Transport von Millionen Opfern in die Konzentrationslager in Nazi-Deutschland eine goldene Nase verdient.

60 Jahre später sollte das Unternehmen zu seiner historischen Schuld stehen können – sollte man meinen. Aber nur gegen starke Widerstände durch Bahnchef Mehdorn konnte eine Ausstellung unter dem Titel “Sonderzüge in den Tod” durchgeführt werden, die sich mit diesem finsteren Kapitel des Unternehmens befasst.

Aber Mehdorn gibt nicht auf: ein Sonderzug zum Thema, der “Zug der Erinnerung” wird nach Aussagen der Initiatoren massiv behindert. So verlangt die Bahn (die Leitung der Bahn, wohlgemerkt – die Mitarbeiter vor Ort investieren teilweise sehr viel Energie in das Projekt) von dem Gedenkzug bei jeder sich bietenden Gelegenheit Geld für Strom, Trassengebühren, Stationspreisen, etc. Alleine für die Benutzung von Stromkabeln(!) an vier Tagen in Mannheim wurden 300€ berechnet. Die Kosten für die Schienennutzung werden sich nach Schätzungen der Initiatoren auf 50 000 – 80 000€ belaufen. Die gesamten Kosten für den Gedenkzug, der am 8. Mai sein Ziel, Auschwitz, erreichen soll, werden vorraussichtlich ca. eine halbe Million € betragen.

Scheinbar sind alle Bekenntnisse zur historischen Verantwortung der Bahn reine Lippenbekenntnisse. Sonst würde man eventuell dem Vorschlag entsprechen, dem Gedenkzug eine Spende in Höhe der Kosten zukommen zu lassen. Aber offenbar ist sich Mehdorn nicht dafür zu schade, schon wieder mit Deportationszögen Geld zu verdienen. Widerlich.

 

Zu Weihnachten habe ich von meiner Frau das Buch “Die Kunst des Penetration Testing” bekommen – eine Rezension gibt es, sobald ich das Buch durchgearbeitet habe. Jedenfalls fing das Buch auf Seite 33(!) an. Die ersten Seiten fehlten, offenbar war beim Verlag ein Fehler passiert. Amazon hat nach Reklamation auch gleich ein anderes Exemplar geliefert. Zwar wieder – wie auch beim ersten Mal – ein Softcover, statt der versprochenen gebundenen Ausgabe, diesmal aber immerhin mit allen Seiten.
Jetzt will Amazon natürlich das erste Buch zurück – klar. Aber einen Rücksendeaufkleber sucht man in der Ersatzlieferung vergeblich. Also haben wir heute mit Amazon telefoniert. Und was wollen die? Richtig: wir sollen das Porto auslegen. Das Geld würde umgehed zurücküberwiesen werden.
Das kommt aber gar nicht in Frage: in letzter Zeit bricht Amazon jedes gegebene Versprechen. Erst schicken sie zweimal ein Softcover als Hardcover (und zum Preis der gebundenen Ausgabe), dann versprechen sie die Lieferung des EeePC pünktlich zum Erscheinungstermin, später dann aber erst zum 20.3.(!) und die CD, die ich mit dem EeePC zusammen bestellt habe und ausdrücklich um gemeinsamen Versand gebeten habe, die wird natürlich getrennt verschickt.

Ich habe der Dame an der Hotline erklärt, dass Amazon viele Möglichkeiten hat, das fehlerhafte Buch zu bekommen: sie können es sich unfrei zuschicken lassen (unfreie Sendungen werden von Amazon aber nicht angenommen), einen Rücksendeaufkleber schicken (das macht Amazon grundsätzlich nicht), das Buch abholen (wegen eines Buches beauftragen die verständlicherweise aber keine Spedition) oder uns das Porto vorab überweisen oder auch als Warengutschein zukommen lassen (das machen sie natürlich auch nicht). Alternativ könnte Amazon auch zustimmen, dass wir das defekte Buch einfach selbst entsorgen (wir würden sogar ein “Beweisfoto” für Amazon machen), aber das kommt alles nicht in Frage.
Jetzt hat mir die Frau angedroht, dass wir dann von der Payment-Abteilung hören würden, wenn wir nicht nach deren Spielregeln tanzen. Ich zittere schon vor Angst. ;-)

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